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Rollladen einfach selbst einbauen – so funktioniert’s

Rollläden an den Fenstern und Terrassen- oder Balkontüren haben nicht nur in Sachen Wärme und Sonnenschutz wichtige Funktionen, sondern dienen auch als Schutz vor Einbruch oder ungewollten Einblicken. Doch bevor man sich für ein System entscheidet, sollte man wichtige Aspekte wie etwa die Wahl des Rollladensystems bedenken.

Unterschiedliche Systeme und EnEV beachten

vegas_revo_2Grundsätzlich wird im Handel zwischen Vorbau- oder Vorsatzrollläden bzw. Aufbau- oder Aufsatzrollläden unterschieden. Letztgenannte befinden sich direkt über dem Fenster im hohlen Fenstersturz und führen dazu, dass der Rollladenkasten innenseitig verbaut ist. Hier müssen entsprechende bauliche Vorgaben wie etwa ein hohler Fenstersturz gegeben sein. Aufsatzrollladen bieten den Vorteil, dass man optisch von außen keinen Rollladenkasten sieht. Doch es gibt auch Nachteile wie etwa die Dämmung des innenliegenden Raumes und die Bildung von Wärmebrücken. Wer sich für einen Vorbaurollladen entscheidet, geht diesem Problem aus dem Weg und kann sogar ein zusätzliches Wärmedämm-Verbundsystem montieren. Damit entstehen überhaupt keine Wärmeverluste. Hier ist allerdings der Schwachpunkt, dass der Gurt manuell geführt wird. Mit einem elektrisch betriebenen Rollladensystem kann aber auch diesem Problem aus dem Weg gegangen werden.

Richtiges Abmessen und Gurtabwickler sind entscheidende Faktoren

Bei der Wahl des individuell passenden Rollladensystems kommt auch die unterschiedliche Befestigung der Führungsschiene zum Tragen. Diese kann entweder auf der Fensterlaibung, also frontseitig, oder aber in der Fensternische, also an der seitlichen Fensterlaibung, erfolgen. Je nah Wahl des Einbaus muss bei der Abmessung der Dimensionen für den Rollladen auf unterschiedliche Aspekte geachtet werden. Wer die Führungsschiene frontseitig befestigt, der misst die Fensternischenbreite und addiert zum dreifachen Maß noch 110 Millimeter. Wer die Führungsschiene allerdings seitlich befestigt, zieht vom dreifachen Wert der Breite 50 Millimeter ab. Unterschiedliche Rollladensysteme wie sie auch auf creon-rolladen.de oder www.hella.info zu finden sind, haben auch unterschiedliche Gurtwickler. Dies ist beim Einbau zu beachten, denn der Gurtabwickler wird seitlich innen im unteren Fensterbereich angebracht. Hier gibt es entweder Unterputzmodelle oder aber Aufputzaufwickler, die sich vor allem seitlich der Fensternische gut befestigen lassen.

Einbau in vier Schritten

Als erstes müssen Vorbereitungsarbeiten wie etwa Schlitzen und Bohren des Mauerwerks für die elektrischen Leitungen und das Durchführen des Gurtes erfolgen. Anschließend wird bei Vorbaurollläden den Rollladenkasten außen oberhalb des Fensters direkt an der Hausfassade angebracht. Alternativ besteht auch die Möglichkeit der Befestigung am Fensterrahmen. Nun kann die Führungsschiene für den Rollladenpanzer montiert werden, wobei die Schienen bereits vorgebohrt sein können. Wer die Rollläden optimal an sein Fenster anpassen möchte, sollte sich für Modelle entscheiden, bei denen die Bohrung erst unmittelbar bei der Montage vorgenommen wird. Als nächsten Schritt geht es darum, die Rollladenwelle einzusetzen und den Rollladenpanzer von oben in die Führungsschiene einzusetzen. Zum Abschluss wird der Panzer über die Behangbänder befestigt.

Antriebinstallation als letzter Abschluss

Nun sind also die Rollläden bereits fix im oder am Fenster installiert, damit die Verdunkelung allerdings funktioniert, kommt es noch auf die Antriebsinstallation an. Je nachdem welches System hier gewählt wurde, muss entweder der Gurt bzw. der Gurtwickler befestigt werden oder aber das elektrische Motor zum Herablassen und Aufziehen der Rollläden. Dieser Schritt beendet die Einbauarbeiten hinsichtlich der eigenen Rollläden.

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